Berufsvorbereitende Einrichtung (BVE)

Berufsvorbereitende Einrichtung (BVE)

Die Berufsvorbereitende Einrichtung (BVE) in Stuttgart bereitet Schülerinnen und Schüler in Berufsschulen auf das Arbeitsleben vor.

Die BVE ist ein Gemeinschaftsprojekt von verschiedenen Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (Gustav-Werner-Schule, Helene-Schoettle-Schule, Bodelschwinghschule, Margarete-Steiff-Schule) und beruflichen Schulen (Robert-Bosch-Schule, Wilhelm-Maybach-Schule, Hedwig-Dohm-Schule). Weitere Kooperationspartner sind der Integrationsfachdienst (IFD) und die Agentur für Arbeit.

Schülerinnen und Schüler, die nicht ausbildungsfähig aber motiviert sind, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten, können die BVE besuchen.

Der Unterricht findet in den Räumen der Robert-Bosch-Schule, der Wilhelm-Maybach-Schule und der Hedwig-Dohm-Schule statt. Durch die Kooperation der Schulen werden die Schülerinnen und Schüler auch von Lehrkräfte der Beruflichen Schulen unterrichtet. In der BVE erhalten die Schülerinnen und Schüler die Schlüsselqualifikationen, die für das berufliche Leben wichtig sind: sie üben Arbeitsprozesse ein, bauen ein generelles Verständnis von Arbeit auf und lernen ihre eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen.

Darüber hinaus werden die anderen Lebensbereiche wie Selbstversorgung (Wohnen, Essen, Mobilität...), Freizeitgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung unterrichtlich behandelt.

Um die Neigungen und Fähigkeiten zu erkennen, finden Praktika in Firmen und Betrieben und in Werkstätten für Menschen mit Behinderung statt. Die Praktika werden von Lehrerinnen und Lehrer und dem Integrationsfachdienst begleitet.

Ziel der Schülerinnen und Schüler in der BVE ist es, eine breite berufliche und persönliche Orientierung zu erreichen. Danach besteht die Möglichkeit des Wechsels in die KoBV.

Kooperative berufliche Bildung und Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt (KoBV)

In der KoBV sind die Schülerinnen und Schüler nicht mehr Schülerinnen und Schüler der Gustav-Werner-Schule, sondern Berufsschülerinnen und Berufsschüler. KoBV ist eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme im Auftrag der Agentur für Arbeit. Das Projekt wird verantwortlich von der Robert-Bosch-Schule, der Wilhelm-Maybach-Schule und dem Bildungsträger Caritas Stuttgart durchgeführt. Der IFD arbeitet eng mit den Schulen und dem Jobcoach zusammen. Die Zusammenarbeit mit den SBBZs besteht nach wie vor z.B. durch gemeinsames Unterrichten, Kontakt zu den Eltern und den Praktikumsbetrieben.

Die Dauer der Maßnahme beträgt 11 Monate mit der Möglichkeit der Verlängerung um weitere 6 Monate.

Die Schülerinnen und Schüler benötigen ein konstantes Praktikum, da die Unterrichtszeit in der Schule nur noch zwei Tage pro Woche beträgt.

Im Unterricht werden u.a. die Inhalte, die aus den Praktika entstehen, vertieft und auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Schülerinnen und Schüler eingegangen. Auch hier nimmt die psychosoziale Betreuung noch einen hohen Stellenwert ein. Eine fachliche Begleitung wird von der Schule angestrebt. Ein wesentlicher Teil der Ausbildung findet in den Betrieben statt.

Ziele der KoBV sind:

• Arbeitsrelevante Kompetenzen und soziale Fähigkeiten unter den Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes entwickeln, erproben und festigen • Selbstbestimmte Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen • Eingliederung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sofern dies möglich und erwünscht ist

Die BVE und KoBV hat für Stuttgart ein gemeinsames schulisches Curriculum entwickelt.

http://bve-stuttgart.de/